Meinungsbild

Im Mai 2019 haben insgesamt 192 Anwohnerinnen und Anwohner im Sürther Feld an einer Umfrage teilgenommen, bei der es u.a. um die Frage ging, welche Ein- und Ausfahrsstraßen mit dem Auto genutzt werden. Anlass waren vermehrt Nachfragen zur gesperrten südlichen Durchfahrt „Sürther Feldallee“.

80% der Befragten würden gerne südlich aus dem Sürther Feld ein- und ausfahren. Nähere Informationen gibt es im PDF.

Sürther-Feld-Stammtisch am 19.06.2019 um 19:30 Uhr

Die Bürgerinitative Sürther Feld läd am 19.06.2019 um 19:30 Uhr alle Interessierten in die Quetsch ein, um die allgemeine Verkehrssituation rund um das Sürther Feld zu diskutieren. Außerdem sollen wie üblich auch andere Wünsche und Anregungen gesammelt und erörtert werden. Wer aktiv sich an der Bürgerinitative beteiligen mag, ist auch herzlich Willkommen.

Aktueller Stand zur gesperrten Durchfahrt

Da es vielfach den Wunsch gab, etwas Licht in die Sache zu bringen, hat Carsten (danke!) mit einem Mitarbeiter der Straßen- und Verkehrsentwicklung gesprochen: Der ursprüngliche Plan war angeblich schon immer, die Südausfahrt für die Anwohner bis zur Fertigstellung des dritten Bauabschnitts zu sperren. Dies soll vor Dreck, Beschädigung der neuen Straßen im 2. Bauabschnitt durch Baufahrzeuge und der Verkehrssicherheit dienen. Offiziell habe es nie eine Öffnung gegeben, man hat nur nicht rechtzeitig geschafft, die Durchfahrt-Verboten-Schilder aufzustellen. Eine Aufhebung der Sperrung während der Bauphase stünde nicht zur Diskussion. Sowohl der Bebauungsplan als auch der Straßenausbauplan hätten stand jetzt immer eine durchgängige Befahrung im Endausbau vorgesehen.

Im Dezember 2017 gab es einen Antrag seitens der Grünen, die dauerhafte Sperrung zu prüfen, aus Sorge die Durchfahrt durch das Baugebiet könnte zum Schleichweg werden. Alle Fraktionen haben der Prüfung zugestimmt, kommen nun aber zu unterschiedlichen Bewertungen.

Pro und Conta

Ohne Zweifel gibt es vielfältige Argumente für und gegen eine Sperrung während der Bauphase. Ein „Problem“ ist die Buslinie, die auf jeden Fall durchfahren muss, so dass eine permanente Sperrung keine Option ist. Sowohl Befürworter wie auch Gegner der Sperrung haben jeweils gute Gründe – wir möchten an dieser Stelle einige nennen, die uns in verschiedenen Gesprächen zugeteilt wurden. WICHTIG: Diese sind nicht zwingend die Meinungen der Bürgerinitative, sondern sollen verschiedenenorts genannte Argumente Pro und Contra sammeln und zur Diskussion für unser Treffen vorstellen).

  • Die Verkehrssituation am Kreisel an der Gesamtschule zu Verkehrszeiten führt ohnehin schon zu langen Wartezeiten, die Ausfahrt aus der Eygelshovener Straße ist tlw. nur sehr schwer möglich. Das führt an diesen Stellen zu erhöhten Wartezeiten, Umweltbelastungen und Verkehrsgefährdungen.
  • Ein Schulweg führt über die derzeit gesperrte südliche Sürther Feldallee. Um den Übergang zu sichern, ist eine Sperrung notwendig.
  • Es wird beklagt, dass durch die Schutzzäune und die beiden gelben Zebrastreifen die Verkehrssituation sehr unklar ist (auch für Baufahrzeuge und Busfahrer). Hier besteht eine akute Verkehrsgefährdung.
  • Bei einer aufgeräumten Verkehrssituation, ggf. auch mit einer Ampelanlage, wäre eine Durchfahrt für Anwohner durchaus machbar.
  • Aus ökologischer Sicht in Zeiten der Dieselfahrverbote macht es keinen Sinn, Autos unnötig Umwege fahren zu lassen (ca. 1-2km mehr Fahrstrecke über die Eygelshovener Straße bis zur Aral-Kreuzung.
  • Ein automatisch versenkbarer Poller soll ggf. die Verkehrssperrung durchsetzen – für den Bus soll die Durchfahrt dann möglich sein. Kostenpunkt angeblich ca. 80.000 EUR, Umlage auf die Anwohner als „Straßenbaukosten“ möglich?
  • Die obere Sürther Feldallee, die bereits straßenbaulich fertiggestellt ist, soll vor durchfahrendem Bauverkehr geschützt werden, ansonsten würde die Instandsetzung ebenfalls den Anwohnern finanziell zur Last gelegt werden.
  • Die Sürther Feldallee wird zur Rennstrecke und als Umfahrung der Sürther Allee-Staus genutzt von Nicht-Anwohnern und muss daher dauerhaft gesperrt werden.
  • Bremsschwellen (angeblich aber in NRW nicht mehr „üblich“) sowie feste oder regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen sollten installiert bzw. durchgeführt werden, damit Durchfahrende und Anwohner langsam fahren.
  • Vermehrter Verkehr auf der Eygelshovener Straße wird dazu führen, dass hier auch Kinder zur Kita bzw. Schule stärker gefährdet sind.
  • Der Wille, die Bewohner vom Sürther Feld mit der (dauerhaften) Sperrung stärker auf Bus und Bahn und Rad zu drängen, statt mit dem Auto zu fahren, wird unterschiedlich diskutiert.
  • Eine einzige Zufahrtsstraße (Eygelshovener Straße) in ein Wohngebiet mit so vielen Autos / Anwohnern ist sicherheitstechnisch gefährlich (Feuerwehr, Rettungswagen)
  • Die Kreuzung am südlichen Ende der Sürther Feldallee ist mit ohne ohne Anwohnerverkehr für Fußgänger und Fahrradfahrer gefährlich, dort ist bereits ein Unfall passiert. Hier bestünde unabhängig von der Durchfahrtsregelung Handlungsbedarf.
  • Die allgemeine Verkehrssituation auf der Sürther Straße (sowie Kreisel Gesamtschule) ist unbefriedigend, weil zu schnell gefahren wird, weil zu viele Autos quer parken und die Straße zu breit ist für eine 30er Zone (Hintergrund: Hier bestanden Streitigkeiten um die Umwidmung der Straße und damit die Frage, wer für den Umbau bezahlen muss, so dass sich hier Verzögerungen ergeben. Am 06.06. hat das Verwaltungsgericht hier allerdings eine Lösung herbeigeführt).

Das Interesse der Bürgerinitiative ist, eine Diskussion über die gesamte Verkehrssituation im und rund um das Sürther Feld anzustoßen. Zahlreiche Gespräche zeigen, dass die Anwohnerinnen und Anwohner nur schlecht informiert sind und es sich auch schwierig gestaltet, gültige Informationen einzuholen. Daher haben wir uns entschlossen, das Meinungsbild durchzuführen und zu veröffentlichen, sowie eine Pro- und Contraliste ohne Anspruch auf Vollständigkeit aufzuführen.

Wir freuen uns auf die Diskussion am 19.06. – damit wir gemeinsam mit allen Beteiligten auf eine sichere und gute Verkehrssituation im Sürther Feld hinwirken können.

Wir werden an dieser Stelle nach dem Treffen auch einen aktuellen Stand geben.