Stadt versäumt Schulausbau auf Sürther Feld! So kann das nicht weitergehen.

Bürgerinitiative Sürther Feld stellt Forderungskatalog vor: Politiker, Stadt und Presse sind eingeladen

Am 04. November 2016 um 20 Uhr lädt die neu gegründete Bürgerinitiative von Anwohnern des Neubaugebiets Sürther Feld in Rodenkirchen zum runden Tisch. Treffpunkt ist das Clubhaus des Turnvereins Rodenkirchen. Eingeladen sind Interessierte, Kommunalpolitiker und Vertreter der Stadt sowie die lokale Presse. Vorgestellt und diskutiert wird der Forderungskatalog, welcher von den Bürgerinnen und Bürgern des Sürther Felds zusammengestellt worden ist. Kernpunkte des Positionspapiers sind die fehlenden Kita- und Schulplätze, das fehlende Nahversorgungszentrum und der schleppende Ausbau der Infrastruktur.

„Das sind Anliegen des gesamten Veedels, denen wir einfach einmal einen Rahmen geben wollen“

sagt Tim Kölsch, Mitbegründer der Bürgerinitiative.

Laut des BGH-Urteils vom 20.10.2016 muss die Stadt Köln auch für Verdienstausfälle der Eltern aufkommen, wenn keine Kinderbetreuung sichergestellt werden kann. Spätestens vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass die Stadt zunächst vielversprechend Grundstücke im Sürther Feld verkauft, den Wohnungs- und Häuserbau vorantreibt und dann die Planung und Umsetzung von Kitas, Schulen und der Infrastruktur in den Verwaltungsstrukturen, die Frau Reker so dringend aufräumen möchte, versanden lässt.

In einer ersten Befragung der Anwohner zeichnet sich ein enormer Bedarf an Kita- und Grundschulplätzen ab. Zwei geplante Kitas sind derzeit noch nicht im Bau. Die Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule (EMA) sollte ursprünglich 2018 in ein neues Gebäude an der Ecke Sürther Straße/Am Feldrain umziehen. Die Planung wurde allerdings mehrfach verschoben, die Fertigstellung wird sich um mehrere Jahre verzögern. Dabei haben die jungen Familien mit Kindern auf dem Sürther Feld in Zukunft gesteigerten Bedarf an entsprechenden Kindergarten- und Grundschulplätzen.

Im Neubaugebiet Sürther Feld entsteht Wohnraum für über 2.000 Menschen in drei Bauabschnitten. Der infrastrukturelle Ausbau stockt allerdings – die städtische Planung lahmt. Die Planungen für ein Nahversorgungszentrum sind kurz vor Finalisierung gestoppt worden. Eine Neuplanung ist derzeit nicht in Sicht. Starker Bauverkehr gefährdet Passanten und vor allem Kinder aufgrund der mangelnden Straßenabsicherung. Straßenbeleuchtung fehlt besonders jetzt in den dunkleren Jahreszeiten in weiten Teilen des Neubaugebiets.