Veranstaltung der Bürgerinitiative Sürther Feld
Veranstaltung der Bürgerinitiative Sürther Feld
Veranstaltung der Bürgerinitiative Sürther Feld

Am Freitag, den 04.11.2016, trafen sich Politiker, Vertreter der Stadtverwaltung, Presse und Anwohner im Vereinsheim des Turnvereins Rodenkirchen. Die Bürgerinitiative Sürther Feld hatte eingeladen, um ihren Forderungskatalog vorzustellen. Die Veranstaltung war mit rund 80 Teilnehmern sehr gut besucht. Knapp zwei Stunden wurde über die verschiedenen Themen diskutiert. Darunter die wichtigsten Anliegen der Bürgerinitiative.

Straßen- und Beleuchtungssituation auf dem Sürther Feld

Weite Teile des Sürther Felds liegen in den frühen Abendstunden im Herbst im Dunkeln. Zahlreiche Stolperfallen, Baugruben und Baumaterialien stellen eine Gefahr für die Anwohner und vor allem Kinder und Jugendliche dar. Herr Homann, Bezirksbürgermeister von Rodenkirchen, versprach einen Dringlichkeitsantrag in die Bezirksvertretung einzubringen und sich persönlich dafür einzusetzen, dass die Rheinenergie eine provisorische Beleuchtung schnellstmöglich installiert. Vorangegangene Versuche waren wohl daran gescheitert, dass Baumaterialien am Straßenrand eine temporäre Installation behinderten – laut Rheinenergie.

Planung und Neubau der Ernst-Moritz-Arndt-(EMA)-Grundschule

Tim Kölsch von der Bürgerinitiative stellte die Ergebnisse einer Anwohner-Befragung vor und zeigte eindrucksvoll, dass in einigen Jahren mehrere Dutzend Grundschulkinder im Sürther Feld einen Schulplatz benötigen. Die ursprünglich für 2018 geplante Fertigstellung der EMA-Grundschule soll nach derzeitigem Planungsstand im Jahre 2021 fertiggestellt werden – viel zu spät, weil dringender Bedarf herrscht, auch über das Sürther Feld hinaus. Allerdings fehlt derzeit ein verbindlicher Zeitplan. Außerdem seien die städtischen Personalkapazitäten zu knapp bemessen. Auch der hohe energetische Passivhaus-Standard zeigte sich als Hemmschuh: So muss beispielsweise die Belüftungstechnik zeitaufwändig europaweit ausgeschrieben werden.

Da der Bedarf an Grundschulplätzen wohl nicht rechtzeitig gedeckt werde, wird die Stadt um Zwischenlösungen nicht herum kommen – ob in Form von Containern oder anders bleibt abzuwarten.

Straßenreinigung

Die Säuberung der Baustraßen obliegt den Bauherren und Bauträgern. Auch wenn niemand in einem Neubaugebiet mit sauberen Straßen und Bürgersteigen rechnet, so kam auch die Straßenreinigung zur Sprache. Zumindest die teilfertiggestellte Eygelshovener Straße und die stark verschmutze Sürther Feldallee bedürfen dringend einer Reinigung: Den provisorischen Fußgängerüberweg sieht man kaum noch und bei Trockenheit stauben die LKW und PKW auch die anliegende Kita komplett zu.

Auch hier versprachen die Politiker und Vertreter der Stadt Abhilfe zu schaffen und mit den Bauträgern und der AWB zu sprechen.

Nahversorgungszentrum

Das ursprünglich geplante Nahversorgungszentrum kam nie zustande, da sich der Investor „Moderne Stadt“ und die Stadt Köln nicht über einen Preis einigen konnten. Zwischenzeitlich gab es Bedarf, die Gesamtschule zu erweitern. Dies wird in Form von Containern nördlich des bestehenden Gebäudes 2017 stattfinden. Die ursprünglich auch auf diesem Gelände geplante Feuerwehr wird nun südlich der Sportanlage errichtet. Momentan wird erörtert, in wie weit ein kleineres Nahversorgungszentrum an der Ecke Eygelshovener Straße / Sürther Straße errichtet werden darf, um Einzelhändler, Vollversorger, ein Café und einen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen. Stand jetzt darf allerdings aus baurechtlichen Gründen kein Einzelhandel dort entstehen („34er-Situation“). Zunächst muss daher ein Planverfahren über zwei Jahre durchlaufen werden und danach kann mit der Suche nach einem Investor begonnen werden. Die derzeitigen Flüchtlings-Notunterkünfte sollen in der Nachnutzung, die Baugenehmigung ist für fünf Jahre erteilt, einer Wohnungsbebauung überführt werden.

Neben diesen größeren Punkten gab es zahlreiche kleinere Informationen. Darunter die Planung über eine Verengung der Sürther Straße zur Verkehrsberuhigung, die Erweiterung Sürther Feldallee als Baustraße für den 3. Bauabschnitt Richtung Süden sowie der Beginn des Baustraßenbaus für den 3. Bauabschnitt 2017.

Die Bürgerinitiative bedankt sich sehr herzlich für die rege Teilnahme, die interessante und konstruktive Diskussion.